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Alte Obstsorten durch Aufpfropfen retten

Gruenoase Obstsorten sichern

Alte Obstsorten sind heute begehrter denn je. Auch, wenn sie häufig den optischen Ansprüchen der meisten Menschen nicht entsprechen, überzeugen sie durch Geschmack, Haltbarkeit und einer Vielzahl hochwertiger Inhaltsstoffe.

Alte Obstsorten müssen nicht verloren sein

Hast Du einen grossen Garten und möchtest möglichst viel Obst selber anbauen? Dann solltest Du mit offenen Augen durch die Welt gehen. Gerade in der Erntezeit solltest Du die unterschiedlichsten Obstsorten Deiner Nachbarn und umliegenden Bauern einmal probieren. In vielen Gärten stehen noch ganz versteckt alte Obstbäume der traditionellen Sorten. Diese Baumarten kannst Du heute gar nicht mehr kaufen. Du musst Dir daher anders behelfen. Sobald Du weisst, dass Dir das Obst eines Baumes besonders gut schmeckt, solltest Du nachfragen, ob Du einen Veredelungszweig abschneiden darfst. Dieser Schnitt schädigt den Baum in keinster Weise, gibt Dir aber die Möglichkeit durch das Aufpfropfen dieses Aststückes auf einen verwandten Wildbaum das Erbgut, zu retten.

Aufpfropfen ist gar nicht schwer

Anfangs wird es Dir vielleicht kompliziert vorkommen und Du wirst denken, dass Du das Aufpfropfen nicht beherrschen wirst, es geht aber ganz einfach. Leider reichen die Kerne und Samen alter Baumsorten zur Vermehrung nicht aus. Du kannst vielleicht einen Obstbaum daraus ziehen, das Erbgut wird sich aber von dem Baum unterscheiden, von dem du die Früchte gesammelt hast. Dir bleibt somit gar keine andere Wahl, als die Kunst des Aufpfropfens zu erlernen, wenn Du alte Obstsorten vor dem Vergessen bewahren möchtest. Vielleicht findest du Unterstützung und Dir zeigt ein Gärtner aus Deiner Region, wie Du Dich am geschicktesten anstellst.

Das Aststück, was Du an dem Baum deiner Wahl abschneidest, musst Du im unteren Bereich ein wenig anspitzen. Dann nimmst Du einen kräftigen Wildbaum, der mit der alten Obstsorte verwandt ist. Grabe ein "Auge" aus und setze Dein angespitztes Aststück des alten Obstbaumes stattdessen ein. Du musst diesen dann noch mit Bändern und speziellem Baumharz- und Wachs fixieren, damit dieser anwachsen kann. Mit ein wenig Glück, gedeiht Dein aufgepfropfter Obstbaum hervorragend, sodass Du nach einigen Jahren schon die ersten Früchte ernten kannst.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Informiere Dich nicht nur beim Gärtner über die Technik des Aufpfropfens, sonders probiere sie selber aus. Du kannst nichts verlieren. Sollten Deine Erfolge anfangs nicht so überzeugend sein, wie Du vielleicht gehofft hast, solltest Du Dich nicht entmutigen lassen. Würdest Du es gar nicht erst versuchen, wärst Du auch nicht weiter. Vielleicht kannst Du noch ein paar Freunde aus Deinem Bekanntenkreis überzeugen, mit auf die Suche nach alten Obstsorten zu gehen. Ob Du nun einen kleinen Ast oder gleich mehrere an einem alten Baum abschneidest, macht in der Regel keinen Unterschied.

Ich habe festgestellt, dass gerade diese Arbeiten in der Gemeinschaft viel mehr Freude bereiten. Jeder ist anderweitig geschickt und man kann voneinander lernen und sich Tricks und Kniffe abschauen. Hinzu kommt, dass jeder unterschiedliche Fahrten und Reisen unternimmt. Im Laufe der Zeit sammelt sich daher eine bunte Mischung alter Obstsorten im Garten an, an die auch wunderschöne Erinnerungen geknüpft sind.

Bildquelle: jarmoluk / pixabay.com

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