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Die jährliche Ernte der Tannenspitzen

Tannenspitze

Hast Du in Deinem Garten Fichten, Tannen und andere Nadelhölzer, die Dich immer ein wenig ärgern, weil Du lieber stattdessen Obst ernten würdest? Dann solltest Du Dich einmal genau mit den Nadelhölzern befassen, dann siehst Du, wie wertvoll diese sein können.

Nur die Eibe ist giftig

Aus Tannenspitzen kannst Du nicht nur Medizin gegen Husten und Erkältung machen, sondern auch Sirup, alkoholische Auszüge gegen Schmerzen und Verspannungen und würzige Essenzen für die Küche. Lediglich die Eibe solltest Du meiden, die ist giftig. Die Hauptsammelzeit für Tannenspitzen ist im April bis Mai. Hierbei solltest Du darauf achten, dass Du von jedem Baum nur ein paar weiche Tannenspitzen abschneidest, damit Du ihn nicht schwächst und schädigst. Schneide nur Tannenspitzen, die in Augenhöhe sind, dadurch kannst Du sicherstellen, dass noch kein Tier Urin hinterlassen hat. In Tannenspitzen finden sich viele ätherische Öle, Vitamin C und andere wertvolle Pflanzenstoffe. Früher haben die Menschen die gesundheitlichen Vorteile von Tannenspitzen viel besser einschätzen und schätzen können, als heute. Das sollte Dich aber nicht daran hindern, die traditionellen Ansätze auch heute noch durchzuführen.

Alkohol, Zucker und Wasser

Für die Verarbeitung von Tannenspitzen benötigst Du dann Alkohol (Gin oder Wodka), Wasser und viel Zucker. Am besten entscheidest Du Dich für braunen Rohrzucker. Aus einem Teil der Tannenspitzen kannst Du dann einen Hustensaft ansetzen.

Auf 500 Gramm Tannenspitzen benötigst Du

  • 2,5 Liter Wasser
  • 2,5 Kilo Rohrzucker

Koche die Tannenspitzen mit dem Wasser kurz auf und lassen den Sud dann etwa 24 Stunden ziehen. Danach kannst Du die Tannenspitzen abseihen und den Zucker in den Sud geben. Koche die Mischung so lange, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Hustensaft kannst Du dann noch heiss in sauber gespülte Twist-Off-Flaschen füllen und gut beschriften. Im nächsten Winter wird Dir der Tannenspitzenhustensaft sehr hilfreich sein. Er lindert den Hustenreiz und verflüssigt den Schleim.

Gegen Muskelschmerzen und Gelenkprobleme

Tannenspitzentinktur kannst Du Dir gegen Muskelschmerzen und Gelenkprobleme ansetzen. Du benötigst lediglich:

  • 450 Gramm Tannenspitzen
  • 1,5 Liter Alkohol (Gin oder Wodka)

Suche Dir eine ausreichend grosse Flasche und gebe die Tannenspitzen hinein. Danach giesst Du den Alkohol darüber. Die Tannenspitzen sollten komplett mit dem Alkohol bedeckt sein. Danach stellst Du die Flasche an einen sonnigen Platz und schüttelst sie mindestens einmal am Tag durch. Nach spätestens 6 Wochen sollten alle wirksamen Inhaltsstoffe der Tannennspitzen in den Alkohol übergegangen sein. Du erkennst das auch schon an der Farbe des Alkohols. Schütte dann einfach den Ansatz durch eine Mullwindel, damit alle Tannennadeln und Rückstände herausgefiltert werden, und fülle die Tinktur in eine dunkle Glasflasche. Wichtig ist auch hier wieder die ausführliche Beschriftung der Flasche. Du weisst sonst nach einiger Zeit nicht mehr, was Du darin abgefüllt hast, und wann die Tinktur angesetzt wurde.

Solltest Du dann einmal unter Muskel- oder Gelenkbeschwerden leiden, kannst Du die schmerzenden Bereiche mit der Tinktur einreiben. Alternativ hilft die Tinktur auch tropfenweise oral eingenommen, bei Husten und Verschleimungen.

Bildquelle: uroburos / pixabay.com

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