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Brennnesseln sind kein Unkraut

Brennessel Kraeuter

So mancher Hobbygärtner ist schon verzweifelt, da unzählige Brennnesselpflanzen seinen Garten besiedelten. Dabei ist die Kräuterpflanze alles andere als Unkraut. Sie sollten froh sein, wenn Sie Brennnessel in Ihrem Garten haben, weil Sie die Samen, Blätter und Stängel vielseitig verwenden können. Brennnessel wachsen auf sehr stickstoffreichem Boden. Somit können Sie selber die Bodenbeschaffenheit Ihrer Böden erkennen, ohne diese aufwendig analysieren lassen zu müssen.

Mit Brennnesseltee entschlacken und entgiften

Aus frischen und getrockneten Brennnesselblättern können Sie sich selber einen Tee bereiten. Geben Sie dafür einfach eine Handvoll Brennnesselblätter in eine Teekanne und übergiessen Sie diese mit kochendem Wasser. Damit der Geschmack noch besser wird, können Sie auch einige Pfefferminzblätter hinzufügen. Mögen Sie es lieber süss, dann gegen Sie noch ein oder zwei frische Steviablätter in den Tee. Brennnessel wirkt entschlackend, entgiftend und harntreibend. Die Blätter der Pflanze sind reich an Vitaminen, Eisen, Histaminen und Mineralien. Aufgrund der blutreinigenden Wirkung wird traditionell der Brennnesseltee zur Entschlackung und Entgiftung nach den langen Wintermonaten genutzt. Neueste Forschungen haben zudem ergeben, dass Brennnesseltee und Brennnesselgemüse die Symptome von Heuschnupfen lindern können.

Brennnesselblätter als Spinatersatz

Junge Brennnesselblätter können wie Spinat zubereitet werden. Das junge Gemüse schmeckt nicht nur gut, es ist auch gesund. Aufgrund der vielen Vitamine und dem hohen Eisengehalt sind Brennnesselblätter ein wahres Powergemüse. Zudem sind Brennnesselblätter reich an Kieselsäure, die sich positiv auf das Haarwachstum und die Beschaffenheit der Fuss- und Fingernägel auswirkt. Brennnesselblätter können als Spinatgemüse, als Brennnesselsuppe oder als Füllung von Pastataschen verwendet werden. Früher war Brennnessel ein ganz natürlicher Bestandteil der heimischen Speisekarte, ist aber leider im Laufe der Zeit fast in Vergessenheit geraten. Nach dem Garen "brennen" die Brennnesselblätter nicht mehr, und können daher, wie jedes andere Gemüse auch, geschmackvoll verzehrt werden.

Nesseltücher aus Brennnessel

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden aus den Nesselpflanzen Stoffe produziert. Die sogenannten Nesseltücher fanden nicht nur in Haushalten Verwendung, sie wurden auch für die Fertigung von Arbeitskleidung und Uniformen verwendet. Selber können Sie aus Ihren eigenen Brennnesselpflanzen keine Stoffe herstellen. Allerdings könnten Sie es der Kleiderindustrie gleichtun und die oberirdischen Pflanzenteile der Brennnessel als Färbepflanze nutzen.

Brennnesselsamen

Brennnesselsamen dienen nicht nur zur Züchtung der Kräuterpflanze, sie können auch geröstet, als Gewürz verwendet werden. Brennnesselsamen beugen aufgrund ihrer vielen Inhaltsstoffe Erschöpfungszuständen vor. Sie können pur zur Würze, aber auch bei der Zubereitung einer Kräuterbutter verwendet werden.

Natürliche Kopfhautpflege

Leiden Sie unter juckender Kopfhaut oder Schuppen? Dann sollten Sie sich aus Brennnesselblättern Ihr eigenes Haarwasser herstellen. Kaufen Sie sich kosmetisches Basiswasser oder alternativ Kornbrand. Setzen Sie die Brennnesselblätter mit dem Alkohol als Tinktur an. Sie brauchen ein grosses Schraubglas mit einer weiten Öffnung, frische, zerkleinerte Brennnesselblätter und ausreichend viel Alkohol, um diese bedecken zu können. Nach etwa 4 Wochen an einem sonnigen Platz können Sie die Tinktur abseihen. Massieren Sie diese bei Bedarf in Ihre Kopfhaut ein und Sie werden Linderung, vielleicht sogar Heilung verspüren.

Vielleicht sehen Sie nun das oft verschmähte "Unkraut" mit anderen Augen. Am besten richten Sie ihm in Ihrem Garten einen "Ehrenplatz" ein, damit Sie immer ausreichend viel Bio-Brennnessel zur Hand haben.

Bildquelle: Connygatz / pixabay.com

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